FDP.Die Liberalen
Rüschlikon
Kanton Zürich
26.11.2017

Volksinitiative „Lehrplan vors Volk“

Nein
Die Volksinitiative «Lehrplan vors Volk» fordert, dass der Lehrplan neu vom Kantonsrat genehmigt wird und dem fakultativen Referendum unterstehen soll.

Genau genommen müsste die Initiative "Lehrplan vor das Parlament" heissen. Denn die Initianten fordern vor allem, dass in Zukunft der Lehrplan vom Kantonsrat anstatt wie bisher vom Regierungsrat verabschiedet werden soll. Der bereits beschlossene Lehrplan 21 soll also rückwirkend vom Kantonsrat bewilligt werden. Der Lehrplan ist aber bereits durch das neue Volksschulgesetz und zwei Volksabstimmungen zu Harmos längstens demokratisch legitimiert und wird bald in allen 21 deutsch- und mehrsprachigen Kantonen eingeführt werden. Damit wird der seit 2006 geltende Verfassungsauftrag umgesetzt, die Ziele der Schule zu harmonisieren und so die Mobilität von Lehrern und Schülern zu erleichtern. Zudem wird Lehrplan durch ein Expertengremium erlassen. Dies auch aus dem Grund, weil der Lehrplan mit über fünfhundert Seiten viel zu detailliert ist. So ein Regelwerk eignet sich nicht für eine Volksabstimmung, welche im Falle eines Referendums zum Zuge käme.

 Die Anliegen der FDP für eine Stärkung der MINT-Fächer, ICT, Wirtschaft und Berufsvorbereitung sind im Lehrplan 21 gut verankert.