Geplanter Ausbau der Höchstspannungsleitungen im Bezirk Horgen

 

Die Gemeinde Rüschlikon ist vom Ausbau der geplanten Höchstspannungsleitung Samstagern-Wollishofen auf 280 und 320 KV direkt betroffen. Der Gemeinderat Rüschlikon hat gegen die Genehmigung dieser Leitung durch das Bundesamt für Energie beim Bundesverwaltungsgericht fristgerecht Beschwerde eingereicht und dabei eine unterirdische Verkabelung gefordert. Zeitgleich belegt die vom Gemeinderat Rüschlikon in Auftrag gegebene Studie von Ernst Basler & Partner AG, dass diese Verkabelung nicht nur technisch machbar, sondern unter Berücksichtigung der ökologischen, landschaftlichen und gesundheitlichen Aspekte auch die weit bessere Lösung ist. Auf der politischen Achse ist ebenfalls Bewegung in den Kampf um eine unterirdische Verkabelung dieser Höchstspannungsleitung gekommen. Ein entsprechendes Postulat wurde vom Kantonsrat am 14. März 2011 mit 110 Stimmen als dringlich bezeichnet. Dies verpflichtet nun den Zürcher Regierungsrat, sich mit dieser Thematik zu befassen und innert drei bis vier Wochen eine Stellungnahme zu erarbeiten. Wie gross die Erfolgsaussichtenall dieser Aktivitäten sind, ist im Moment noch absolut ungewiss.

Die FDP. Die Liberalen Rüschlikon unterstützt den Gemeinderat und die Bevölkerung aktiv und mit grossem Engagement im Kampf für eine Verkabelung dieser Hochspannungsleitung! Ein gemeinde- und parteiübergreifendes Handeln im Sinne einer konzertierten Aktion ist absolut notwendig und von grösster Wichtigkeit. Im Vorfeld der Erneuerungswahlen des Zürcher Kantons- und Regierungsrates entwickelt sich dieses Thema zunehmend zu einem medien-wirksamen Instrument für alle Kandidaten und Kandidatinnen. Die FDP Rüschlikon ruft deshalb die kantonalzürcherischen FDP-Kollegen und Kolleginnen der Exekutive wie auch der Legislative auf, die unterirdische Verkabelungsvariante für sich selbst zum Wahlkampfthema zu machen. Speziell nach der neu aufgeflammten Diskussion über die AKW’s werdendie Themen Energieeffizienz der Stromübertragung und Sicherheit unserer Energieanlagen in Zukunft immer wichtiger. Und hier schneidet die Verkabelung ganz eindeutig besser ab als die Freileitungen! Wir können uns nämlich in Zukunft gerade im Energiebereich keine Fehlallokation von Ressourcen mehr leisten.

Tragen Sie durch Ihr nachhaltiges Interesse dazu bei, dass die Gemeinden des Bezirks Horgen vor dieser Landschaftsverschandelung und potenziellen Gesundheitsgefährdung verschont bleiben und rein finanzielle Aspekte nicht verhindern können und dürfen, dass diese Leitung unterirdisch verlegt werden muss. Unsere Kinder werden es uns danken, denn die Lösung dieser grundlegenden Frage wird später einmal vielleicht sogar zum Vermächtnis unserer Generation gehören!

Dr. Urs E. Keim / 19. März 2011

 

 

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